Ab 2010: Leistungsklassen im NTV

Die große Mehrzahl der Landesverbände des DTB hat sich entschlossen, als Grundlage für die namentliche Mannschaftsmeldung nach französischem Vorbild die Leistungsklassen von 1 - 23 einzuführen. Dieses System wird im Jahr 2010 auch im NTV eingeführt.
Durch dieses System können Spielstärken künftig besser eingeschätzt und verglichen werden. Leistungsklassen wird es künftig auch im Jugendbereich (ab 11 Jahre) geben.

Was ist das Leistungsklassensystem und wie ist es eingeteilt?
Derzeit gibt es 23 Leistungsklassen (LK), die alle Altersbereiche umfassen.
In der LK 1 befinden sich alle Damen und Herren (Aktive), die in der jeweiligen offiziellen Rangliste des DTB (weiblich 1-500 und männlich 1-700) geführt werden.
In der LK 20 bis 23 befinden sich in der Regel Spieler der unteren Spielklassen.
Das LK-System wird zwar zwischen den Geschlechtern unterschieden, nicht jedoch zwischen den Altersklassen (es gilt allerdings erst ab einem Alter von 11 Jahren).

Wer wendet dieses System im DTB an?
Die Verbände Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden und Westfalen arbeiten schon zum Teil seit einigen Jahren mit diesem System. Im Jahr 2009 kommen die Verbände Bayern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Mittelrhein hinzu.
Ab 2010 wird das Leistungsklassensystem auch in den Verbänden Nordwest, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen und Württemberg zur Anwendung kommen.
Weiter ist abzusehen, dass ab 2011 von den insgesamt 18 Landesverbänden 16 das Leistungsklassensystem eingeführt haben werden.

Welche Ergebnisse laufen in die Berechnung dieses Systems ein?
Alle Siege im NTV-Mannschaftswettspielbetrieb ab der Sommersaison 2010 und alle Siege bei NTV-Turnierveranstaltungen, die Ranglistenstatus oder LK-Ranglistenstatus haben. Diese Ergebnisse fließen einmal jährlich (am 30.09) in die Berechnung der neuen persönlichen LK ein, die dann wiederum für ein Jahr gültig ist.

Worauf basiert dieses System?
Grundlage dieses nationalen Systems sind die DTB-Richtlinien. Diese Richtlinien können von den jeweiligen Landesverbänden über deren "Durchführungsbestimmungen" verändert werden.

Wie kommt die Ersteinstufung zustande?
Rund 75.000 Spielerinnen und Spieler, die am NTV-Mannschaftswettspielbetrieb teilnehmen, erhalten für 2010 eine persönliche Leistungsklasse (LK). Diese orientiert sich für die Ersteinstufung einmalig an der Spielposition der jeweiligen Spiel- und Altersklasse.
Danach werden die Ergebnisse der Jahre 2007, 2008 und 2009 zur Berechnung der aktuellen LK herangezogen. Damit setzt der NTV ein nationales System um, das in einigen Landesverbänden bereits seit Jahren erfolgreich etabliert ist.

Wo liegen die Vorteile des Systems?
1. Mehr Lust auf Turniere
Leistungsklassen werden die Turnierszene in Niedersachsen beleben, denn Erfolge im Turniertennis fließen ebenso in die persönliche Leistungsklasse ein, wie jene im Mannschaftstennis.

2. Mehr Transparenz
Die Ergebnisse jedes Mannschafts- und Turniermatches werden nach einem einfachen Schlüssel erfasst und ab der Saison 2010 im Spielerportrait unter www.ntv-tennis.de transparent und übersichtlich dargestellt.
So wird in einer übersichtlichen Darstellung gezeigt, wie sich die Ergebnisse aus den Mannschaftsspielen oder Turnieren auf die individuelle Leistungsklasse auswirken.
Die Spieler können dann auch ganz leicht ermitteln, wie viele Punkte sie noch benötigen, um zum Beispiel in der LK zu verbleiben oder auch in eine bessere LK aufzusteigen.
So weiß jeder Spieler jederzeit über seinen Leistungsstand Bescheid und auch die Gegner können sich schnell einen Einblick verschaffen.

3. Bessere Vergleichbarkeit
Die Leistungsklassen sind altersklassenübergreifend anwendbar. Es gibt nur eine LK zu einer Person, egal in welcher Altersklasse diese spielt.

4. Mehr Fairness bei Mannschaftsmeldungen
Die Setzung von Spielern bei Turnieren und die Reihung in der namentlichen Mannschaftsmeldung erfolgt zunächst nach der aktuellen, offiziellen Rangliste des DTB.
Weitere Setzungen bzw. Reihenfolgen werden durch die LK-Einstufung bestimmt.
In den Mannschaftswettbewerben der Jugend können in begründeten Fällen durch den zuständigen Jugendwart des jeweiligen Bezirks abweichende Aufstellungen genehmigt werden.
Spieler, die sich in der gleichen LK oder in den LK 20 bis 23 befinden, können in beliebiger Reihenfolge gesetzt werden.
Somit sind "Blindmeldungen" in den vorderen Positionen der namentlichen Mannschaftsmeldungen nicht mehr möglich.

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